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Von Mailand an den Comer See: wie man das Westufer wirklich erreicht

Luftaufnahme der Stadt Como und des westlichen Seearms, dem Ausgangspunkt zum Westufer

Wer einen Aufenthalt am Comer See bucht, stellt sich früher oder später dieselbe praktische Frage: Wie kommt man von Mailand oder von einem Flughafen wirklich hierher? Reiseführer beantworten das meist für einen Tagesausflug. Hier geht es um etwas anderes: die Anreise für mehrere Nächte, mit Gepäck, vielleicht mit Kindern, vielleicht mit einem Mietwagen.

Vorab eine Klarstellung: Zug-, Bus- und Schifffahrpläne ändern sich je nach Saison, und sie hier zu veröffentlichen würde bedeuten, sie schon nach wenigen Monaten falsch zu präsentieren. Was folgt, sind die Strecken und Verbindungen, die es tatsächlich gibt, an der Quelle geprüft, kein Fahrplan.

Mit dem Flugzeug: welcher Flughafen wirklich hilft

Mailand hat drei Flughäfen, und für das Westufer sind sie nicht gleichwertig. Malpensa ist in der Regel der praktischste der drei: Ihn nennen lokale Tourismusquellen, auch die offizielle Tourismusseite von Menaggio, als Referenz für Gäste, die von dieser Seite anreisen. Linate ist bequem, wenn der Flug dort landet, aber eher auf die Mailänder Innenstadt ausgerichtet. Bergamo Orio al Serio wird von vielen Billigfliegern angeflogen, liegt aber von den dreien am weitesten von diesem Seeufer entfernt.

Von jedem der drei Flughäfen aus gibt es zwei Wege: einen Mietwagen nehmen und die Autobahn fahren, oder mit Zug oder Bus nach Mailand und von dort weiter Richtung Como, wie im Abschnitt zum Zug unten beschrieben.

Mit dem Auto: Autobahn, dann die Uferstraße

Von Mailand aus folgt man der Autobahn A9 Lainate-Como-Chiasso bis zur Ausfahrt Lago di Como, der letzten italienischen Ausfahrt vor der Schweizer Grenze: So lautet der offizielle Name, den Autostrade per l'Italia in den eigenen Verkehrsmeldungen verwendet. Danach verlässt man die Autobahn und fährt weiter auf der Staatsstraße SS340 „Regina“, die das gesamte Westufer entlangführt, durch Cernobbio, Argegno, Sala Comacina, Ossuccio und Lenno, bis Mezzegra und weiter Richtung Tremezzo und Menaggio.

Auf der Anfahrt bis zur Unterkunft wird keine Zone mit eingeschränktem Verkehr durchquert: Diese elektronischen Sperren betreffen die historischen Ortskerne, die man besucht, nicht die Straße hierher. Der Parkplatz liegt auf dem Grundstück, ist kostenlos und videoüberwacht, und der späte Check-in kennt keine Uhrzeitgrenze: Ein verspäteter Flug oder Stau auf der Autobahn verkürzt den Aufenthalt nicht.

Mit dem Zug: zwei Bahnhöfe in Como, dann Bus oder Schiff

Como hat zwei Bahnhöfe, und es lohnt sich zu wissen, welcher der richtige ist. Como San Giovanni ist der Hauptbahnhof, an der Strecke von Milano Centrale. Como Nord Lago ist die Endstation der Trenord-Linie ab Milano Cadorna und liegt nur wenige Schritte vom Schiffsanleger entfernt.

Von Como aus gibt es zwei Wege ohne Auto weiter Richtung Westufer: den Bus der Linie C110 von ASF Autolinee, der Como über die Uferorte (Cernobbio, Argegno, Colonno, Sala Comacina, Ossuccio, Lenno, Tremezzo, Cadenabbia) mit Menaggio verbindet, oder das Schiff von Navigazione Laghi, das dieselbe Seite auf dem Wasser abfährt. Fahrpläne und Anschlüsse prüft man am Vortag auf den jeweiligen offiziellen Webseiten, nicht auf dieser Seite: Dort steht der aktuelle Stand, hier nicht.

Das letzte Stück, egal wo man ankommt

Ob mit dem Auto, dem Bus oder dem Schiff bis Lenno: Das letzte Stück ist kurz. Die nächste Bushaltestelle zu den Apartments liegt 791 Meter entfernt, elf Gehminuten, dieselbe Zahl wie in unserem Artikel über den Comer See ohne Auto, der alle echten Entfernungen ab der Unterkunft auflistet.

Wer wegen eines Flugs oder einer Verbindung eine unsichere Ankunftszeit hat, schreibt uns am Vortag oder unterwegs auf WhatsApp an +39 0344 1930036: So erfährt man am schnellsten, wie Busse und Schiffe an diesem Tag tatsächlich fahren, statt sich auf einen Monate alten Fahrplan zu verlassen.

Was wir nicht versprechen

Ein privater Shuttle ist nicht inbegriffen, und auf dem letzten Stück gibt es keine Alternative zu Fußweg, Schiff oder Auto: Zu Fuß von Lenno mit schwerem Gepäck anzureisen ist anstrengender, als die Entfernung auf dem Papier vermuten lässt. Das ist derselbe Punkt wie im Artikel über den See ohne Auto, und man sollte ihn kennen, bevor man losfährt, nicht erst, wenn man aus dem Zug steigt.

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