Das Blog des Residence Celeste

Bellagio oder Varenna: wie man sich entscheidet, und wie man beide von einem Standort aus sieht

Eine Villa mit Zypressengarten auf einer Landzunge bei Varenna, im Hintergrund die Berge des Comer Sees

„Bellagio oder Varenna“ ist eine der Fragen, die wir am häufigsten hören, und die meisten Antworten im Netz entscheiden sich für eine Seite. Von einem Standort in der Mitte des Comer Sees aus ist das die falsche Frage: Beide sind eine Bootsfahrt entfernt, und entscheidend ist, was jeder Ort wirklich bietet, nicht welcher gewinnt.

Hier ist der tatsächliche Unterschied zwischen beiden, ohne Rangfolge, und wie ein Aufenthalt in der Tremezzina aus dem Dilemma zwei getrennte Tage macht statt eines gehetzten.

Bellagio: wo sich der See in drei Arme teilt

Bellagio liegt auf der Landzunge Punta Spartivento, genau dort, wo sich der Comer See in seine drei Arme teilt: den nach Como, den nach Lecco, und den nördlichen Arm Richtung Colico. Diese Lage macht den Ort zu einem natürlichen Knotenpunkt für die Boote, und sie ist auch der Grund für den Ausblick, zwei Seearme, die sich zu beiden Seiten derselben Landzunge öffnen.

Die Gärten der Villa Melzi liegen direkt am Wasser, und allein die steilen, treppenartigen Gassen der Altstadt sind den Aufstieg wert. Einen Bahnhof gibt es hier nicht: Bellagio erreicht man mit dem Boot oder über die Straße, und die Altstadt hat eine Verkehrsbeschränkungszone (ZTL), wer mit dem Auto kommt, sollte also außerhalb parken statt drinnen einen Platz zu suchen, mehr dazu in unserem Artikel über Parken und ZTL am See.

Varenna: der Ort mit eigenem Bahnhof

Varenna liegt am gegenüberliegenden Ostufer, und sein praktischer Vorteil gegenüber Bellagio ist konkret: Es hat einen eigenen Bahnhof, Varenna-Esino-Perledo, an der Linie zwischen Mailand, Lecco und Sondrio ins Veltlin. Wenn jemand aus der Gruppe unabhängig mit dem Zug anreist oder die Reise weiter nach Norden führt, ist Varenna die ehrliche Antwort, nicht Bellagio.

Am Seeufer liegen zwei Villen mit öffentlich zugänglichen Gärten, Villa Monastero und Villa Cipressi, und die Treppengassen und der kleine Hafen der Altstadt stehen Bellagio in nichts nach, nur mit weniger Bootsverkehr und ruhigerem Tempo.

Wie man beide sieht, ohne sich zu entscheiden

Vom Anleger in Lenno, dreizehn Gehminuten von den Apartments entfernt, fahren Boote sowohl nach Bellagio als auch nach Varenna, ganz ohne Auto. Fahrpläne veröffentlichen wir hier nicht, weil sie sich saisonal ändern, aber die Verbindung selbst steht außer Frage, es ist dieselbe Überfahrt, die wir in unserem Artikel über die Fortbewegung am See ohne Auto beschreiben; die aktuellen Abfahrten am besten direkt bei Navigazione Laghi prüfen.

Dieselbe Überfahrt führt auch weiter nach Menaggio, wer sich also mit dem Boot statt mit dem Auto bewegt, hat ehrlicherweise die Wahl zwischen zwei oder drei Orten, nicht nur einem. Wovon wir abraten würden: mehr als einen davon an einem Tag unterzubringen. Wie wir an anderer Stelle zur idealen Aufenthaltsdauer geschrieben haben, belohnt der See ein Ziel pro Tag mehr als einen engen Plan rund um Fährverbindungen, ein Tag für Bellagio, ein weiterer für Varenna, jeweils ohne Eile, ist besser als beides vor dem Mittagessen abzuhaken.

  • Bellagio: Boots-Knotenpunkt, Gärten der Villa Melzi, kein Bahnhof, ZTL in der Altstadt
  • Varenna: eigener Bahnhof Richtung Mailand und Veltlin, Villa Monastero und Villa Cipressi, ruhigeres Seeufer

Also, Bellagio oder Varenna? Von hier aus ist es keine echte Entscheidung: Bellagio für den Blick vom Knotenpunkt und die Gärten, die bis ans Wasser reichen, Varenna für das ruhigere Seeufer und den Bahnhof, den das Westufer nicht hat. Zwei Tage, zwei Boote, für keinen von beiden braucht es das Auto, und wenn ein kurzer Aufenthalt nur für eines von beiden Platz lässt, gibt meist der Bahnhof den Ausschlag: ohne ihn ist Varenna nur eine weitere Überfahrt, mit ihm ist er auch der Weg, auf dem manche Gäste überhaupt erst anreisen.

Aus dem Blog

Der schneebedeckte Monte Legnone spiegelt sich im Wasser des Comer Sees unter klarem Himmel Der Comer See im Winter: was geöffnet bleibt, und warum sich die Reise trotzdem lohnt Blick auf den Comer See unter bewölktem Himmel, mit Bergen und einem übersetzenden Boot Der Comer See im Herbst: der Greenway in Farbe und ein ruhigerer Rhythmus Ein Segelboot und ein Kajak auf dem Comer See an einem Sommertag, im Hintergrund ein Dorf am Ufer Der Comer See im Sommer: der Pool, der See und wie man mit der Hitze umgeht Eine Gartenterrasse am Comer See mit geschnittenen Platanen am Ufer und Bergen im Hintergrund Der Comer See im Frühling: blühende Gärten, Wanderwege und die ersten Tage am Wasser Ein kleines Passagierboot fährt am Comer See vor einem Dorf mit bunten Häusern am Hang vorbei Wie viele Tage braucht man am Comer See, und wann sich ein Standortwechsel lohnt Eine baumbestandene Wiese und Uferpromenade in Como, mit einem bunten Ort auf der gegenüberliegenden Seeseite Comer See mit Kleinkindern: warum die Suche fast immer an den Nordsee führt, und wann die Seemitte trotzdem passt Steinerne Balustrade mit Töpfen roter Geranien über dem stillen Wasser des Comer Sees Zehn verschiedene Ferienwohnungen, nur eine ist Ihre: wie man am Residence Celeste wählt Der kleine Hafen von Varenna am Comer See, mit bunten Häusern, Booten und Blumen im Vordergrund Wo man am Comer See parkt: die ZTL-Zonen, die Autofahrer überraschen